Leben mit AD(H)S

20 gute Gründe für mehr Ordnung in deinem Leben

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Die meisten Menschen mögen es, in ein ordentliches und sauberes Zuhause zu kommen. Du auch, oder? Dachte ich mir. Wir AD(H)S-ler bilden da nämlich keine Ausnahme, auch wenn unsere Wohnungen und Häuser leider manchmal alles andere als ordentlich aussehen und uns damit so manchen Nerv kosten. Ordnungsroutinen zu etablieren ist nämlich für Menschen mit AD(H)S mit einer ganzen Menge Arbeit, Frustration, Anstrengung, Nerven – und jeder Menge Trial and Error verbunden! Warum es sich aber trotzdem lohnt, sich durch die Hürden zu kämpfen und sich durchzubeißen, das verrate ich dir hier in 20 guten Gründen für mehr Ordnung in deinem Leben

Das Genie regiert das Chaos, oder?

Das habe ich mir in jungen Jahren lange eingeredet, wenn ich ehrlich bin. Ebenso wie den schlauen Spruch “Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen”. Das hat zu jeder Menge Reibereien in meiner Kindheit und Jugend geführt. 

 

Mit zunehmendem Alter habe ich mir aber doch auch zunehmend mehr Ordnung und weniger Stress gewünscht. Denn genau das bedeutet eine unordentliche Wohnung für mich. Ich würde viel lieber nach der Arbeit in eine einladende, aufgeräumte Wohnung nach Hause kommen, mich entspannt aufs Sofa legen oder vor meinen eigenen Computer setzen können und Zeit für meine Hobbys oder meinen Teenager haben, anstatt entweder den Haushalt oder alles andere zu vernachlässigen. 

 

Lange Zeit habe ich kapituliert und mir selbst gesagt: Du bist halt so, find dich damit ab. Aber ganz ehrlich? So wirklich konnte ich das nicht. Denn ich habe mich damit nicht wohlgefühlt. Auch diese fiese kleine Stimme im Hinterkopf meldete sich permanent und wollte einfach die Klappe nicht halten. Bei anderen klappt das doch auch. Du stellst dich nur zu dämlich an. Kriegst du das überhaupt irgendwann mal hin? Absolutes Motivationsgenie. Nicht. 

 

Neben dem sich-nicht-wohlfühlen und dem subjektiven Stressgefühl, ist es auch unmöglich, spontan Besuch einzuladen. Und das ist manchmal echt nervig, wenn man nämlich eigentlich total Bock drauf hat, sich mit jemandem einen gemütlichen Abend zu Hause zu machen – aber nicht darauf, erst 5-6 Stunden im Akkord aufzuräumen, bevor die Bude halbwegs vorzeigbar ist. 

 

Doch das sind bei weitem nicht alle Gründe, mehr Ordnung in unser Leben zu bringen. Also starten wir mit den Top 20 der besten Gründe.  

Top 20 Gründe, warum du mehr Ordnung in deinem Leben haben solltest

Was sind jetzt die besten Gründe, die für weniger Chaos sprechen? Wir starten mit den Top 20. Los geht’s!

 

#20 – Du sparst bares Geld!

Wie denn das? Ganz einfach: Wenn du mehr Ordnung in deinem Zuhause hast, dann behältst du auch besser den Überblick, was du noch im Haushalt hast und was nicht. Unnötige Doppelt- und Dreifachkäufe gehören somit der Geschichte an. 

 

#19 – Du ersparst dir jede Menge Streitereien

Dich nerven die ganzen unnötigen Diskussionen mit Partner*in, Mitbewohner*innen, Familie und Co? Rate mal: Richtig! Wenn du mehr Ordnung im Haus hast, dann entfällt zumindest schon einmal dieses leidige Thema für die alltäglichen Diskussionen. Kleinvieh macht schließlich auch Mist, oder? 

 

#18 – Mehr Ordnung, weniger Stress

Kennst du das? Du möchtest dich entspannen, zurücklehnen und zumindest versuchen abzuschalten? Gut, mit AD(H)S ist das ohnehin immer eine Sache für sich, aber meiner Erfahrung nach ist das Ganze komplett zum Scheitern verurteilt, wenn um mich herum das absolute Chaos herrscht. Weil ich mich durch die Unordnung unendlich gestresst fühle und mich gar nicht entspannen kann!

 

#17 – Loslassen fällt dir leichter

Wenn du es geschafft hast, den ganzen unnötigen Plunder in deiner Wohnung oder deinem Haus loszuwerden, kannst du auch in anderen Bereichen deines Lebens leichter loslassen.  Damit sind toxische Beziehungen gemeint, negative Gedanken  oder ähnliches. Du hältst nicht mehr krampfhaft an Dingen fest, die dir nicht gut tun. 

 

#16 – Du senkst deinen Frustrationslevel erheblich

Wenn es dir auch so geht wie mir, dann wirst du von der ständigen Unordnung auch mega gefrustet sein. Und jetzt stell dir mal vor, du kommst von der Arbeit nach Hause, es liegen nicht überall Plörren herum, die Zimmer sind nicht chaotisch, das Geschirr steht nicht herum. Du kannst dich nach dem Essen entspannt auf die Couch legen und Netflixen bis zum Abwinken.  

 

#15 – Mehr Ordnung sorgt für mehr Ruhe

Das äußere Chaos ist zum Teil – nicht komplett – eine Widerspiegelung des Chaos, das in deinem Kopf herrscht. Im Umkehrschluss bekommst du auch etwas mehr Ruhe in deinen Kopf herein, wenn du in deinem Umfeld für Ordnung und Struktur sorgst. 

 

#14 – Lass der Kreativität freien Lauf

In einer ordentlichen Umgebung haben Kreativität und Inspiration bessere Chancen. Du musst dir keine Gedanken mehr machen, dass du noch Wäsche waschen oder Staubsaugen musst. Du kannst dich anderen Dingen widmen und darauf vertrauen, dass dich die Muse knutscht. Oder der Muserich. Oder beide 😉

 

#13 – Du verplemperst weniger Zeit mit Suchen

Wir AD(H)S-Genies suchen so schon jeden Tag genug. Unsere Schlüssel (in unserer Hosentasche), unsere Brille (auf dem Kopf), unseren Verstand – da brauchen wir kein zusätzliches Chaos.  

 

#12 – Du wirst produktiver

Unser Gehirn funktioniert in einer ordentlichen Umgebung erwiesenermaßen deutlich besser und strukturierter. Die Folge daraus? Du kannst wesentlich produktiver arbeiten und daher auch mehr schaffen. 

 

#11 – Du stärkst deine Gesundheit

Stress und Dauer-Frust machen uns krank. Dazu gibt es nicht nur eine einzige Studie, sondern einen ganzen Haufen. Wenn du also die Unordnung und das Chaos als Störquelle in deiner Umgebung vertreibst, stärkst du deine Gesundheit und deine Nerven. 

 

#10 – Mehr Zeit für dich

Dazu brauche ich nicht groß etwas sagen, oder? Wenn du weniger aufräumen musst, hast du mehr Zeit für dich. Ob du sie für deine Hobbys, zum Faulenzen oder für ausgiebige Selbstpflege einsetzt – das bleibt völlig dir überlassen! 

 

#09 – Du hast mehr Energie für deine privaten und beruflichen Projekte

Was machst du mit der ganzen Energie, die du nicht mehr zum Aufräumen und zum Ärgern über das Chaos aufwenden musst? Richtig! Du kannst sie für deine eigenen Projekte einsetzen. Völlig egal, ob es sich um deine beruflichen oder privaten Projekte handelt.

 

#08 – Der Hausputz geht wesentlich schneller und einfacher

Du hast absolut keinen Bock auf 6-Stunden-Akkord-Putzen? Dann habe ich eine verdammt gute Nachricht für dich: Wenn du das Chaos weg hast und dir entsprechende Ordnungsroutinen angewöhnt hast, dann brauchst du das auch gar nicht mehr! 

 

#07 – Du bist weniger abgelenkt

Kennst du das: Du willst dich eigentlich aufs Arbeiten im Homeoffice konzentrieren, doch der Wäscheberg oder der wartende Staubsauger grinsen dich praktisch herausfordernd an und lenken dich permanent ab. Dieses Dilemma kannst du komplett aus deinem Kopf streichen, wenn du dich von dem Chaos verabschiedet hast. 

 

#06 – Du fühlst dich aktiver

Du glaubst gar nicht, wie sehr sich das mental auswirkt, wenn du um dich herum Ordnung und Struktur hast anstelle des dauernden Chaos. Dein Kopf fühlt sich freier, du selbst dich aktiver. Du hast mehr Energie und bist motivierter. Klingt genial, oder? Ich weiß!

 

#05 – Du fühlst dich endlich wieder wohl zu Hause

Dieses ziehende Gefühl, das dich immer beschlichen hat, wenn du nach Hause gekommen bist und dich umgesehen hast – das kannst du jetzt verabschieden. Kein schlechtes Gewissen mehr, keine Wehmut – du kannst stolz auf dein Zuhause sein, wenn du es schaffst, mehr Ordnung und Struktur in deinen Alltag zu bringen.

 

#04 – Du stolperst jetzt eher über deine eigenen Füße

Wir sind ja manchmal richtige Schusseltiere, wir AD(H)S-ler. Wir stolpern über Schuhe, Bücher, Kabel – was uns halt so im Weg liegt. Das Gute: Ohne Chaos kannst du nur noch über deine eigenen Füße stolpern. 

 

#03 – Du kannst dich besser konzentrieren

Okay, wenn wir es genau nehmen, steht dieser Punkt ein wenig in Verbindung mit dem Punkt “Du wirst weniger abgelenkt” – denn wenn du dich nicht von allen kleinen Details ablenken lässt, kannst du dich besser konzentrieren. Ich finde aber, es verdient trotzdem seine eigene Top 20-Platzierung.

 

#02 – Du kannst endlich wieder spontan Besuch einladen

“Hey, mir ist langweilig. Hast du Bock, vorbeizukommen?” Wie oft hast du das in den letzten Jahren sagen können? Ich nicht wirklich oft, wenn ich ehrlich bin. Das ist definitiv einer der Gründe, warum ich mich freue, wenn ich das Chaos endlich aus meiner Wohnung vertrieben habe.

 

#01 – Du hast dir bewiesen, dass du es DOCH schaffst!

Pfeif auf alle Zweifler, ignorier alle, die dich mit ihren Sprüchen demotivieren wollten – diese Challenge ist für dich. Ebenso wie der Sieg. Einzig und allein für dich. Weil du es dir wert bist und weil du stark bist. Klingt kitschig? Richtig. Ist mir aber völlig egal. Weil: Stimmt trotzdem!

Zeit, loszulegen, oder?

Was meinst du? Das sind doch genug Gründe, um loszulegen und das eigene Leben auszumisten, oder? Such dir doch deinen Lieblingsgrund aus (oder auch zwei, drei), schreib ihn dir auf einen Zettel und hänge ihn dir gut sichtbar in die Wohnung, dass er dich immer daran erinnert, warum du das alles machst. 

 

Bei den 20 Gründen war keiner für dich dabei? Du hast aber ein paar Ergänzungen, die unbedingt fehlen? Dann schreib sie mir doch in die Kommentare und ich ergänze sie beizeiten gerne in diesem Artikel! 

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1982er Baujahr, Introvertierter Dickkopf mit Leidenschaft zum Schreiben und ADHS. Mit dem Kopf durch die Wand ist auch ein Weg! Texterin in einer Agentur für Kommunikation und Design. ++ Leise kann auch laut sein! >>> blogs: myhappychaos.de und wortundherz.de

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