Warum meine Familienplanung mit 1 Kind abgeschlossen ist

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Warum meine Familienplanung mit 1 Kind abgeschlossen ist

Noch vor zwei oder drei Jahren wollte ich mir die Tür zur Familienplanung einen winzigen Spalt offen lassen. Wenn alles passt, mit dem richtigen Partner, zur richtigen Zeit …? Eigentlich war ich gedanklich schon durch, aber wer weiß? Seit Anfang dieses Jahres kann ich nach bestem Wissen und Gewissen sagen: Ich BIN durch! Ohne Bedenken, ohne Gewissensbisse. Warum?

Noch vor zwei oder drei Jahren wollte ich mir die Tür zur Familienplanung einen winzigen Spalt offen lassen. Wenn alles passt, mit dem richtigen Partner, zur richtigen Zeit …? Eigentlich war ich gedanklich schon durch, aber wer weiß? Seit Anfang dieses Jahres kann ich nach bestem Wissen und Gewissen sagen: Ich BIN durch! Ohne Bedenken, ohne Gewissensbisse. Warum?

Einzelkinder sind egoistisch?

Einzelkindern wird ja viel nachgesagt. Sie seien egoistisch, selbstsüchtig, verzogen – und ich kenne durchaus selbst Einzelkinder, die sich benehmen, wie der Prinz oder die Prinzessin auf der Erbse. Doch genau dieses Verhalten kenne ich auch von einigen Geschwisterkindern. Ich denke, das lässt sich nicht pauschalisieren. Vielmehr ist es zum Teil auf die jeweilige Persönlichkeit und zu einem weiteren Teil auch die Erziehung zurückzuführen. Selbstverständlich spielen hier noch weitere Faktoren rein.

Geschwisterkinder sind alle unterschiedlich

Eine Sache, die mir aber bislang immer aufgefallen ist – auch aus persönlicher Erfahrung – ist die Tatsache, dass zweitgeborene Kinder immer gänzlich verschieden sind. Das sehe ich bei mir und meiner Schwester, bei meinem Ex-Mann und seiner Schwester, bei den Kindern meiner besten Freundin – ich könnte noch etliche andere Beispiele anführen. Und doch haben sie alle eines gemeinsam: Die Persönlichkeiten gehen auseinander wie Tag und Nacht. Was nicht heißt, dass sie nicht miteinander klarkommen. Gerade bei meiner besten Freundin sehe ich, dass es wunderbar klappen kann. Aber so einfach, wie das erste Kind vielleicht war, so gegensätzlich kann das zweite Kind werden. Was mich zum nächsten Punkt bringt.

Ich kenne meine Grenzen

Das ist auch ein Faktor, warum ich es lieber bei einem Kind belasse. Leonie ist ein sehr ruhiger und introvertierter Mensch. Sie braucht auf ihre Art Unterstützung und Halt, um Selbstbewusstsein aufbauen zu können. Das kann manchmal ziemlich anstrengend sein. Wenn ich dann noch das gegensätzliche Extrem zu Hause hätte, würde es nur Streit und Stress geben. Es gibt Mütter, die bekommen das »mit links gewuppt«. Und da habe ich größten Respekt vor. Ich würde eher zu der Fraktion gehören, die nach einiger Zeit heillos überfordert wären.

Ja, ich bin egoistisch!

Sind die oben genannten Gründe von heute auf morgen relevant geworden? Auf gar keinen Fall! Über diese Themen habe ich mir bereits seit vielen Jahren Gedanken gemacht. Den eigentlichen Impuls hat allerdings etwas Anderes gegeben: Nachdem ich im Winter 2019 meinen neuen Job als Texterin angetreten bin, eröffneten sich mir ganz neue Möglichkeiten. Ich habe wieder Chancen, mich weiterzuentwickeln, voranzukommen. Gleichzeitig fand ich durch den Jobwechsel wieder zu mir, zu meinen Träumen und Zielen.

Nach und nach begann ich, die Umsetzung der einzelnen Kapitel anzugehen. Zum einen das Projekt, neben dem Texterberuf auch Romane und Kurzgeschichten zu schreiben. Ob ich sie je veröffentlichen und somit auch als Schriftstellerin arbeiten werde? Ich weiß es nicht. Das wird sich zeigen, wenn das erste Projekt abgeschlossen ist.


Gerade jetzt in der Home-Office-Phase der Coronavirus-Pandemie kann ich vor und nach der Arbeit ganz entspannt meinen privaten Schreibprojekten nachgehen, ohne dass meine Tochter auf der Strecke bleibt. Mit 13 Jahren ist sie jetzt in einem Alter, in dem sie ohnehin immer mehr Freiräume von mir haben möchte. Auch, wenn wir uns sehr nahestehen und wir sehr viel zusammen machen und gemeinsam haben. Es ist ruhiger, entspannter geworden. Man könnte schon fast sagen: erwachsener. Ich kann mit meiner Teenie-Tochter Dinge unternehmen, die ich mit ihr als kleines Kind nicht machen konnte. Manchmal sitzen wir nebeneinander auf der Couch und jeder arbeitet an seiner Geschichte.

Ich bereue absolut nicht, dass ich ein Kind habe – meine Tochter ist mein Ein und Alles. Aber ich denke, ich möchte auch wieder mein Leben genießen. Ja, ich bin Mutter, aber ich bin auch ein eigenständiger Mensch, mit eigenen Wünschen.

Ich freue mich auf das, was ich noch mit meiner Tochter erleben werde und ich freue mich auf die Abenteuer, die wir unabhängig voneinander erleben werden. Und auch doch wieder gemeinsam. Ebenso freue ich mich darauf, mich weiter verwirklichen zu können. Ich bin auch jeden Fall bereit, durchzustarten. Mit meiner Tochter, meinem Beruf, meinem Leben. Weil es der für mich persönlich beste Weg ist.

About Post Author

Carina

Leidenschaftliche Texterin für Website-Texte. Single-Mom, kreativer Chaos-Mensch. Introvertierter Dickkopf. Schreiben ist mein Lebenselixier. Gleich neben der Musik, meinen Büchern und meiner Tochter.
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